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Pressemitteilung zum erfolgreich durchgeführten Fachaustausch 2011

Geoinformation ist überall!

Das Netzwerk Geoinformation in der Metropolregion Rhein-Neckar (GeoNet.MRN) will die Metropolregion weiter voranbringen

Heidelberg, den 16.11.2011

Am 16.11. 2011 fand der Fachaustausch Geoinformation als Gründungsveranstaltung  des Netzwerks Geoinformation der Metropolregion Rhein-Neckar (GeoNet.MRN) in der Print Media Academy Heidelberg statt. Bei dem überaus erfolgreichen Start mit 120 Teilnehmern wurden die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Neben ansprechenden Fachvorträgen und viel Gelegenheit für gegenseitiges Kennenlernen gehörten die Vorstellung des GeoNet.MRN e. V. und die Preisverleihung der European Satellite Navigation Competition – Baden-Württemberg Challenge unter Beisein des Beauftragten der Landesregierung für Mittelstand und Handwerk, Herr Hofelich (MdL), zu den Höhenpunkten des Programms. Die Veranstaltung soll zukünftig als jährliche Clusterkonferenz etabliert werden.

Das Netzwerk Geoinformation der Metropolregion Rhein-Neckar (GeoNet.MRN)

Auf Initiative von Prof. Zipf, Abteilung Geoinformatik des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg, haben sich im Frühjahr 2010 regionale Akteure zum ersten Mal in informeller Runde getroffen. Kurz darauf startete das Wirtschaftsministerium im Juni 2010 die zweite Runde des Wettbewerbs zur Stärkung regionaler Cluster in Baden-Württemberg. Ein Wettbewerbsbeitrag wurde eingereicht. Entscheidungskriterien waren der innovative Charakter des Konzeptes, die Ausrichtung auf kleine und mittlere Unternehmen, der voraussichtliche Mehrwert für die Standort- und Beschäftigungsentwicklung, die Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette, die Kooperation mit wissenschaftlichen Institutionen und der regionale Konsens.

Das „Netzwerk Geoinformation der Metropolregion Rhein-Neckar (GeoNet.MRN)“ wurde im Dezember 2010 durch eine hochkarätig besetzte Jury als einer der Sieger im Wettbewerb „Regionale Cluster“ des Finanz- und Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Preisträger haben nun die Möglichkeit, einen Antrag auf Förderung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zu stellen. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 200.000 EUR in den nächsten beiden Jahren. Das Clusterbüro wird von der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH getragen. Diese übernimmt auch die Antragstellung der EU-Fördermittel. Das Netzwerk hat sich parallel hierzu als gemeinnütziger Verein konstituiert. Die Gründungsversammlung des gemeinnützigen Vereins fand am 14.11.2011 im Geographischen Institut der Universität Heidelberg statt. Zu den 12 Gründungsmitgliedern gehören u.a. der Verband Region Rhein-Neckar, der Landkreis Rhein-Neckar, die Universität Heidelberg, die Pädagogische Hochschule Heidelberg (GIS-Station),  die Pfalzwerke AG, die Technischen Werke Ludwigshafen AG und weitere namhafte Unternehmen der Region. Als Vorstände wurden  Herr Prof. Alexander Zipf (Uni Heidelberg, Sprecher des Vorstandes), Herr Volker Wiegand (Technische Werke Ludwigshafen AG), Herr Prof. Dr. Ulrich Michel (GIS-Station der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Herr Dr. Matthias Jöst (Heidelberg mobil International GmbH) und Herr Hartmut Gündra (geomer GmbH) bestimmt.

Im GeoNet.MRN e.V. vernetzen sich Firmen, Verbände, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kommunen der Metropolregion Rhein-Neckar. Zum einen soll das Bewusstsein vom Nutzen geographischer Informationssysteme (GIS) als Wirtschaftsgut in der Metropolregion gestärkt und etabliert werden. Zum anderen dient diese Plattform zur Kommunikation der im Bereich Geoinformation angesiedelten Kompetenz und Innovationskraft. Themengebiete wie Katastrophenmanagement und Risikoanalyse, Geointelligenz und Geomarketing, Stadt- und Regionalplanung, Logistik, nachhaltiges Wirtschaften sowie Energie und Umwelt haben ihren festen Platz innerhalb des Netzwerkes. Bei letzteren Themen wird mit dem schon in der Metropolregion etablierten Cluster „Energie und Umwelt“ und dem Umweltkompetenzzentrum (UKOM) kooperiert.

Die Vorteile von Netzwerken liegen auf der Hand: Gegenseitiges Kennenlernen, mögliche Synergieeffekte, Wissens- und Technologietransfer, bessere Sichtbarkeit, gemeinsamer wirtschaftlicher Erfolg und technologischer Fortschritt. Auch im Umfeld der Geoinformationswirtschaft haben sich deshalb bundesweit inzwischen zahlreiche regionale Netzwerke gebildet. Umso verwunderlicher ist, dass das wirtschaftlich starke Südwestdeutschland noch ein weißer Fleck in dieser Netzwerklandschaft ist. Diese Lücke wird nun geschlossen.

Zu den Zielen des Netzwerkes GeoNet.MRN zählen u. a.:

  • Die Förderung des Erfahrungs- und Informationsaustauschs (Wissenstransfer)
  • die Schaffung eines breiteren Bewusstseins für die Bedeutung von Geoinformation und der Nutzungspotenziale von Geoinformation für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger
  • die Intensivierung der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften in der Region
  • die Unterstützung von Querschnittszielen der Metropolregion Rhein-Neckar (z.B. Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz)
  • die Konzeption und Initiierung von drei gemeinsamen Leitprojekten, die die Verbesserung der Zugänglichkeit von Geoinformation zum Ziel haben:
  1. Ein E-Government-Leitprojekt „Straßenaufbruch/Bündelung von Leitungsmaßnahmen“,
  2. das Leitprojekt „Geoinformation für die Energiewende“ und
  3. das Leitprojekt „Standort MRN: Planen und Bauen“

Die zuletzt aufgeführten Punkte sind eine besondere Herausforderung, da die Vielfalt der vorliegenden Geoinformationen über drei Bundesländer und rund 300 Städte, Gemeinden und Kreise verteilt ist. Kooperationen über die Grenzen der Metropolregion Rhein-Neckar hinaus sind erwünscht.

Das Netzwerk mit mehreren Dutzend interessierten Institutionen und Firmen richtet sich nicht nur an Betreiber oder Entwickler von Geoinformationstechnologie, sondern explizit auch an reine Nutzer von Geoinformationen. Gerade auch hier bestehen Synergieeffekte durch Austausch und Kommunikation, sowie Potentiale zur internen Optimierung. Die Partner im Netzwerk können von verbessertem Informationsfluss und Know-how-Transfer profitieren.

Über Geoinformation: Geoinformation ist nicht nur überall, sie kann auch fast überall Informationsvorteile schaffen, wichtige Entscheidungshilfen geben und einen entscheidenden Beitrag zu einer ressourcenschonenden, nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung liefern.

Fakt ist: 80% aller Unternehmensdaten und 90% aller Anfragen an Energieunternehmen besitzen einen Raumbezug. Das Beispiel der Tourenoptimierung zeigt eindrücklich, wie mit Hilfe von Geoinformation Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß durchschnittlich um 20-30% verringert werden können. Auch wenn heutzutage fast jeder ein Navigationsgerät verwendet: Die wichtigsten Anwender von Geoinformationssystemen sitzen in der Verwaltung. Ob Liegenschaftskataster, Regionalplan oder Solardachkataster, Geoinformation findet überall Verwendung. Ein neu gegründetes Netzwerk möchte die regionalen Kompetenzen in diesem Bereich bündeln, ein breiteres Bewusstsein für die Bedeutung von Geoinformation schaffen und die Zugänglichkeit zu Geoinformation verbessern. Davon sollen nicht nur Hochschulen, Wirtschaft und Verwaltung profitieren, sondern auch die Bürger.

Weitere Informationen zu GeoNet.MRN, den Möglichkeiten der Mitwirkung und den geplanten Leitprojekten erhalten Sie bei:

Hartmut Gündrageomer GmbH
Im Breitspiel 11 B
69126 Heidelberghg@geomer.de
www.geomer.de

Tel.: +49 (6221) 89458-20
Fax: +49 (6221) 89458-79

Prof. Dr. Alexander Zipf
Chair of GIScience
Department of Geography,
University of Heidelberg
Berliner Straße 48
69120 Heidelbergzipf@uni-heidelberg.de
http://giscience.uni-hd.de

Tel.: +49 (6221) 54 5533
Fax: +49 (6221) 54 4996

Pressekontakt:

Sabine Acker

geomer GmbH
Im Breitspiel 11 B
69126 Heidelberg
Germany

Tel.:   +49 (6221) 89458-20
Fax:   +49 (6221) 89458-79

eMail: fachaustausch@geomer.de